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Dritte Front – Nationalrevolutionäre Kurznachrichten Nr. 84 vom 15. August 2010 PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 26. August 2010 um 09:23 Uhr

Kapitalisten zocken Arbeitsagentur ab
 

Nürnberg. Alle Welt hetzt gegen angeblich faule und parasitäre Arbeitslose und den Missbrauch von Sozialleistungen. Die wahren Parasiten und Missbraucher sitzen jedoch in den Chefetagen deutscher Unternehmen. Das Bundesarbeitsministerium ermittelte, dass seit der Einführung von Hartz IV mehr als 50 Milliarden Euro ausgegeben wurden, um die von Deutschlands Arbeitgebern gezahlten Hungerlöhne auszugleichen. Das entspricht der Summe, die die Bundesregierung mit seinem Paket zur Einhaltung der Schuldenbremse einsparen möchte. Somit geht im Bereich von Hartz IV mittlerweile ein Drittel aller Ausgaben dafür drauf, um die Ausbeutungsabsichten moralisch verfaulter Kapitalisten zu fördern. Im Jahr 2005 lag dieser Anteil noch bei einem Fünftel.

Peak Uranium

Brüssel. Die EU-Kontrollbehörde ESA legte einen Bericht vor, der die energiepolitischen Wahnvorstellungen der Atomlobby ad absurdum führte. Demnach steht Peak Uranium, also die Erschöpfung der weltweiten Uranvorkommen, dicht bevor und wird noch eher eintreten als der Kollaps der Erdölreserven. Spätestens ab 2020 wird das geförderte Uran nicht mehr ausreichen, um den Verbrauch der weltweit 435 Atomkraftwerke zu decken. Deutschland ist bereits jetzt völlig importabhängig, auch wenn es eine strategische Reserve für ein Jahr parat hält. Bereits seit 1990 übersteigt der Uranbedarf die weltweite Produktion und muss aus Lagerbeständen und abgerüsteten Atomwaffen aufgefüllt werden. Die Verknappung hat alleine zwischen 2003 und 2007 zu einer Preissteigerung um 1300 Prozent geführt. Sollte die OECD-Atombehörde NEA ihr Ziel eines Ausbaues der weltweiten AKW-Leistung von 375 auf 550 Gigawatt weiter verfolgen, wäre bereits 2025 nicht mehr genug Uran am Markt.

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Dritte Front – Nationalrevolutionäre Kurznachrichten Nr. 83 vom 1. August 2010 PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 11. August 2010 um 21:26 Uhr

Dönerproduktion: Terror gegen Gewerkschaften

Dortmund. In Deutschland sind bundesweit rund 10.000 Menschen im Bereich der Produktion von Dönerspießen beschäftigt. Auch hier gibt es Bestrebungen zur gewerkschaftlichen Organisierung, und auch hier ist der Arbeitgeberseite anscheinend jedes Mittel dagegen recht. Illustriert wird diese radikal arbeitnehmerfeindliche Haltung durch einen Vorfall in Dortmund. Hier wurde Selahattin Yildirim, Funktionär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Ziel eines Überfalls durch ein von Yalcin Düzgün, Vertriebsleiter der europaweit aktiven Düzgün Food GmbH aus Versmold/Ostwestfalen, organisiertes Rollkommando. Zuvor wurde Yildirim systematisch observiert. Das Opfer konnte leicht verletzt entkommen, und die Polizei schrieb eine deutschlandweite Fahndung aus. Bereits vor zwei Jahren wurde bei der Vorgängerfirma Düzgün Döner GmbH in Lünen der damalige Betriebsratsvorsitzende Mehmet Ali Turan von einem Schlägertrupp ins Krankenhaus geprügelt. Zu den weiteren Methoden der ausbeuterischen Dönerproduzenten gehören Umfirmierungen und Firmenneugründungen, der Einsatz von Subunternehmen und die Zusammenarbeit mit Leihfirmen.

 

Verfassungsschutz darf LINKE-Politiker weiter überwachen

Leipzig. Das Bundesverwaltungsgericht schmetterte eine Klage des thüringischen Fraktionschefs der LINKEN, Bodo Ramelow, ab. Dieser klagte gegen seine Überwachung durch den VS und wollte somit ein Musterurteil erreichen, sitzt seine Partei doch in so manchem Landtag und war auch schon in mehreren Landesregierungen vertreten. Damit setzte das BVerwG sich gegen die Vorinstanzen durch, die eben diese Überwachung eines demokratisch gewählten Parlamentariers ohne konkrete Verdachtsmomente für rechtswidrig befunden hatten. Parteichef Klaus Ernst orakelte, somit stehe nun jeder Aktivist der LINKEN unter Generalverdacht. Das Gericht entschied, das Spitzenpersonal einer Partei dürfe überwacht werden, sobald es tatsächliche Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen bei ihr gebe. Einerseits strebt man in der LINKEN zwar nach den Futtertrögen des bürgerlich-kapitalistischen Staates, andererseits ist sie jedoch mit stalinistischen Steinzeitkommunisten verbandelt und stellt in so mancher Gegend die Infrastruktur für militante Linksautonome zur Verfügung. Gerade aus letzterem Grund hält sich unser Mitleid in Grenzen. Indiskutabel ist jedoch die Tendenz der Gerichte, jede Forderung nach einer sozialistischen Umgestaltung der Gesellschaft zu kriminalisieren. Wie dem auch sei, Ramelow will den Fall nun vor das Bundesverfassungsgericht bringen. Auch die Grünen und vor allem Christian Ströbele hatten sich für eine Einstellung der Überwachungsmaßnahmen gegenüber der LINKEN eingesetzt.

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Dritte Front – Nationalrevolutionäre Kurznachrichten Nr. 82 vom 15. Juli 2010 PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 22. Juli 2010 um 21:54 Uhr

 So prügelt Deutschlands Polizei
 

Berlin. Amnesty International kritisierte die zunehmende Brutalität deutscher Polizeikräfte. Seit 2004 meldeten 869 Personen bei der Menschenrechtsorganisation Polizeiübergriffe (von denen mindestens 3 tödlich endeten), wobei von einer weitaus höheren Dunkelziffer auszugehen ist. Konsequenzen haben prügelnde Polizisten laut AI nur selten zu befürchten. Sie werden durch ihre Anonymisierung, durch einen starken Korpsgeist und die weitverbreitete Furcht der Opfer vor weiterer Repression geschützt. Zu Verurteilungen kommt es selten: Auf Anfrage von Amnesty International machten mehrere Bundesländer Angaben über Ermittlungsverfahren gegen Polizeibeamte. In Berlin beispielsweise wurde 2006 in 234 Fällen, 2007 in 278 Fällen und 2008 in 548 Fällen gegen Polizisten wegen Körperverletzung im Amt ermittelt. Die Berliner Behörden erklärten den Anstieg diesbezüglicher Ermittlungsfälle für 2008 mit Veränderungen bei der statistischen Erhebungsmethode. In Berlin kam es 2006 deswegen zu 21 und 2007 zu 13 Verurteilungen, 2008 lag die Zahl bei 0. Der Antwort des Hamburger Senats auf mehrere schriftliche Kleine Anfragen der LINKEN ist zu entnehmen, dass 2003 bis 2009 in der Hansestadt insgesamt 2.066 Ermittlungsverfahren gegen 3.015 beschuldigte Polizeibedienstete wegen Körperverletzung im Amt eingeleitet wurden. Die Staatsanwaltschaft hat in 13 Fällen Anklage erhoben, das entspricht einer Quote von 0,43 Prozent, und von 2006 bis 2009 wurde kein einziger Fall zur Anklage gebracht. Über den Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei gibt es keinerlei amtliche Statistiken.
 


Warnschuss gegen Konrad-Adenauer-Stiftung

Kiew. Die staatsfeindlichen Umtriebe der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung führten nunmehr zu einer deutlichen Warnung der ukrainischen Regierung. Nico Lange, Leiter des Kiewer KAS-Büros, wurde an der Einreise gehindert und mehr als acht Stunden auf dem Flughafen von der Polizei festgehalten. Lange hatte zuvor den ukrainischen Präsidenten Janukowitsch scharf angegriffen und vor einem „Rückfall in autoritäre Handlungsmuster“ gewarnt. Nach dem Warnschuss gegen Lange zitierte das ukrainische Außenministerium Diplomaten aus Deutschland, Polen, den USA und Russland zu einem Gespräch und machte ihnen unmissverständlich klar, dass sich die ausländischen Politstiftungen aus der ukrainischen Innenpolitik herauszuhalten haben. Die Mitarbeiter der Stiftungen würden oftmals vergessen, dass sie in einem ausländischen und souveränen Staat arbeiteten.

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Dritte Front – Nationalrevolutionäre Kurznachrichten Nr. 81 vom 1. Juli 2010 PDF Drucken E-Mail
Samstag, 10. Juli 2010 um 11:42 Uhr

Die Segnungen der Zeitarbeit

Nürnberg. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB der Bundesagentur für Arbeit stellte dem als Einstieg ins Berufsleben gepriesenen Zeitarbeitssektor ein vernichtendes Zeugnis aus. Demnach schaffen nur 7 Prozent der von Leihfirmen eingestellten Arbeitslosen innerhalb von 2 Jahren den Absprung in eine dauerhafte und unbefristete Tätigkeit. Besonders schlechte Karten haben dabei Langzeitarbeitslose, die auch das Hauptkontingent der rekrutierten Zeitarbeiter stellen. Soll heißen, dass 93 Prozent aller Leiharbeitnehmer früher oder später wieder auf der Straße landen. Nur 12 Prozent aller Leiharbeitsverhältnisse dauern ein Jahr oder länger an, und beinahe 50 Prozent sind bereits nach 3 Monaten wieder beendet. Angesprochen wurde auch der Verdrängungseffekt: Vor allem in der Metall- und Automobilindustrie sowie in deren Zulieferbetrieben wurden massiv Festangestellte durch Leiharbeitnehmer verdrängt. Die Verdrängung läuft gerade in der aktuellen Krisenzeit sehr massiv. Mittlerweile ist die Zahl der Leiharbeitnehmer wieder auf 750.000 gewachsen, und jede dritte gemeldete offene Stelle kommt von einer Zeitarbeitsfirma. Demnach ist der derzeitige Rückgang der offiziellen Arbeitslosenzahlen vorwiegend auf Zeitarbeitskräfte zurückzuführen. Dabei reißen hier immer üblere Zustände ein: Die Zahl der Bußgeldverfahren gegen Zeitarbeitsfirmen hat sich alleine zwischen 2005 und 2008 auf 2139 mehr als vervierfacht; neuere Daten liegen wieder einmal nicht vor. Vor allem belieben die Herren Arbeitgeber, gültige Tarifverträge systematisch zu missachten. In den mehr als 2000 Bußgeldverfahren verhängte das Bundesarbeitsministerium Bußgelder von insgesamt lachhaften 3,72 Millionen Euro. Als besonders beliebte Spielchen der Leihfirmen wurde neben Tarifbetrug genannt die teilweise Nichtfortzahlung des Lohnes im Krankheitsfall, die unzureichende oder verspätete Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern sowie Betrug bei Urlaubsansprüchen und Urlaubsgeld.

„Pol der Souveränität“ im Baskenland

Bilbao. Im Kongresszentrum von Bilbao trafen mehrere hundert linksgerichtete Separatisten zusammen, um eine neue politische Initiative zu begründen. Hinter der angestrebten Gründung eines „Pol der Souveränität“ stehen die illegalisierte Batasuna-Partei und die sozialdemokratische Eusko Alkartasuna. Man unterzeichnete ein Papier, um „Grundlagen für ein strategisches Abkommen zwischen politischen Kräften für die Unabhängigkeit“ festzulegen. Dabei will man auf friedlichem und politischem Wege die Unabhängigkeit des Baskenlandes von französischer und spanischer Herrschaft erreichen. Das Projekt ist keine geschlossene Veranstaltung, sondern weiteren interessierten Gruppierungen steht der Beitritt offen. Die weit verbreitete Unzufriedenheit mit der Madrider Politik wurde durch einen Generalstreik im Baskenland untermauert, an dem sich nicht nur die baskischen Gewerkschaften, sondern auch die Kommunisten beteiligten. Interessanterweise eröffnet die Tagung von Bilbao den baskischen Linksnationalisten eine neue politische Perspektive: Die EA trennte sich in den 80er Jahren von der bürgerlichen Baskischen Nationalpartei und stand bislang niemals im Verdacht, eine Vorfeldorganisation der ETA zu sein. Allerdings kritisierten Spaniens Sozialisten wie Konservative bereits, dass der „Pol der Souveränität“ sich nicht explizit vom Gewaltkurs der ETA distanzierte, was ein ungutes Zeichen sein und auf neue Repressionsmaßnahmen hinweisen könnte. Da wir gerade beim Thema sind: Bei den französischen Kommunalwahlen stimmten in den zum Pariser Staatsverband gehörenden drei baskischen Provinzen 78 Prozent der Wähler für die Einrichtung eines eigenen baskischen Departements. Das baskische Bündnis Batera will mit einem Vierstufenplan bis 2014, wenn die französische Verwaltungsreform ansteht, diesen Traum verwirklichen.

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Dritte Front – Nationalrevolutionäre Kurznachrichten Nr. 80 vom 15. Juni 2010 PDF Drucken E-Mail
Samstag, 19. Juni 2010 um 13:05 Uhr

Offizieller Bericht zum Bloody Sunday veröffentlicht

Belfast. Seit dem 15. Juni 2010 ist unter www.bloody-sunday-inquiry.org der offizielle Untersuchungsbericht zum Massaker des Bloody Sunday am 30. Januar 1972 zu finden. Der Bericht umfasst geschlagene 5000 Seiten, die Untersuchung der Ermordung von 14 unbewaffneten Demonstranten durch britische Truppen dauerte 12 Jahre. Die britische Regierung sah sich angesichts der Resultate dazu gezwungen, sich erstmals offiziell für das Blutbad zu entschuldigen. Nach der Veröffentlichung wurden vermehrt Forderungen laut, die militärisch Verantwortlichen vor Gericht zu stellen. „The Bloody Sunday Inquiry was to sit for 434 days. Oral hearings began in Derry’s Guildhall on March 27th 2000 and moved to London from September 2002 to October 2003 to take military and other evidence. In all, 921 witnesses took the stand: 505 civilians, 245 soldiers, 33 police officers, nine forensic experts, 34 IRA members, 39 politicians, civil servants and intelligence officers, 49 journalists and seven priests.“ ( http://report.bloody-sunday-inquiry.org ). Derweil kam es im nordirischen Lurgan zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und irisch-republikanischen Jugendlichen. In Markethill scheiterte ein Mordanschlag auf einen ehemaligen Soldaten des für seine Brutalität berüchtigten Ulster Defence Regiments, in Downpatrick ein Bombenanschlag. Die seit April andauernde Revolte der 28 im Hochsicherheitsknast von Maghaberry einsitzenden republikanischen Untergrundkämpfer gegen die zunehmenden Schikanen durch das Wachpersonal und für ihre Anerkennung als politische Gefangene ist mittlerweile so weit eskaliert, dass Pauline McCabe als Ombudsfrau für den Justizvollzug eine nähere Untersuchung der Bedingungen empfahl.

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