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Bürgerarbeit und Arbeitsfetischismus |
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Montag, 30. August 2010 um 21:31 Uhr |
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Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) stellte vor einigen Wochen unter großem Mediengetöse ihr Konzept der so genannten Bürgerarbeit vor. Hierbei handelt es sich um eine abgeänderte Neuauflage der berüchtigten Ein-Euro-Jobs und um einen weiteren Schritt der Bundesrepublik hin zu amerikanischen Zuständen. Im Hintergrund schwebt das Konzept der Workfare, demzufolge Hilfebedürftige Sozialleistungen nur noch gegen Zwangsarbeit im Dienste der Volksgemeinschaft, pardon der Allgemeinheit, erhalten sollen. Letzterer Seitenhieb war nicht rein zufällig, denn schon Adolf Hitlers Reichsarbeitsdienst und Notstandsarbeiten huldigten diesem Prinzip: Staatlich verordneter Arbeitszwang gegen Hungerlöhne.
Das neue Programm, Starttermin Anfang 2011, soll angeblich „die Integrationschancen langzeitarbeitsloser Menschen auf dem Arbeitsmarkt verbessern helfen“, so die Systempresse. Bereits das Vorgängerprojekt der Ein-Euro-Jobs, auch bekannt als „Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung“ war mit Begleitumständen wie rücksichtsloser Ausbeutung im öffentlichen Dienst, Verdrängung regulärer Beschäftigungsverhältnisse und teilweise völlig sinnfreien Tätigkeiten ein klassischer Schuss in den Ofen. Irgendwelche beschäftigungsfördernden Effekte, namentlich die Wiedereingliederung von Langzeiterwerbslosen in den ersten Arbeitsmarkt, blieben weitestgehend aus. Ohnehin wird bei derartigen Maßnahmen nicht die Entwicklung des Arbeitsmarktes mit einkalkuliert – es gibt schlichtweg nicht genug Arbeitsplätze jenseits des Billiglohnsektors. Das wundert nicht, auch in der Humankapitaltheorie bemisst man den Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktes nur wenig Bedeutung bei. Adam Smiths „Invisible Hand“ wird schon für die Einstellung sorgen. In Deutschland wird Arbeit dabei heutzutage so verteilt, dass immer weniger Menschen sich an immer größeren Arbeitsbergen regelrecht zu Tode oder in die Psychiatrie schuften, während Millionen unterbeschäftigt oder arbeitslos sind. Auf den Wahrheitsgehalt der offiziellen Arbeitslosenstatistiken sollte man keinen roten Heller setzen.
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Geschrieben von: Dr. Joseph Goebbels
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Sonntag, 29. August 2010 um 20:55 Uhr |
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aus „Der Angriff“ vom 15. Juli 1929
Kapitalismus ist nicht ein Ding, sondern ein Verhältnis zum Ding. Nicht Bergwerke, Fabriken, Haus- und Grundbesitz, Eisenbahnanlagen, Geld und Aktienpakete sind die Ursache unserer sozialen Not, sondern der Missbrauch mit diesen Gütern des Volkes. Der Kapitalismus ist also nichts anderes als Missbrauch mit Volkskapital, und zwar findet diese Definition durchaus nicht ihre Begrenzung im rein Wirtschaftlichen. Sie hat allgemeine Gültigkeit auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens. Sie stellt ein Prinzip dar. Kapitalismus ist missbräuchliche Verwendung von Volksgut überhaupt, und der Mensch, der diesen Missbrauch betreibt, ist ein Kapitalist.
Ein Bergwerk ist dazu da, dem Volk Kohle zu geben, damit es Licht und Wärme habe. Fabriken, Häuser, Grund und Boden, Geld und Aktienpakete sind zum Dienst am Volk bestimmt und nicht dazu, ein Volk zum Sklaven zu machen. Der Besitz dieser Güter vermittelt nicht so sehr Rechte wie Pflichten. Eigentum bedeutet Verantwortung, und zwar nicht vor dem eigenen Geldbeutel, sondern vor dem Volk und seinem Gesamtwohl. Zuerst waren die Bergwerke da, der Produktion zu dienen, und die Produktion ist dazu da, dem Volk zu dienen. Nicht das Geld hat die Menschen erfunden, sondern die Menschen haben das Geld erfunden, und zwar damit es ihnen dienstbar sei und nicht, damit es sie unterjoche.
Missbrauche ich wirtschaftliche Güter, um mein Volk damit zu quälen und zu peinigen, dann bin ich des Besitzes dieser Güter nicht wert. Dann kehre ich den Sinn des Lebens in sein Gegenteil um, ich bin ein Kapitalist der Wirtschaft. Treibe ich Missbrauch mit Kulturgütern, z.B. nutze ich die Religion zu wirtschaftlichen oder politischen Zwecken aus, dann bin ich ein schlechter Verwalter des mir anvertrauten Gutes, ein Kulturkapitalist. Der Kapitalismus nimmt in dem Augenblick unerträgliche Formen an, in dem die persönlichen Zwecke, denen er dient, den Interessen des Volksganzen zuwiderlaufen. Er geht dann von den Dingen aus und nicht von den Menschen. Das Geld ist dann die Achse, um die sich alles dreht.
Umgekehrt ist es beim Sozialismus. Die sozialistische Weltanschauung fängt beim Volk an und geht dann über zu den Dingen. Die Dinge werden dem Volk untertan gemacht; der Sozialist stellt das Volk über alles, und die Dinge sind nur Mittel zum Zweck.
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Geschrieben von: Sozialrevolutionär
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Samstag, 28. August 2010 um 20:16 Uhr |
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Die antiimperialistische und antikapitalistische Linke in Deutschland ist nach wie vor stets darum bemüht, ihr eigenes Weltbild von möglichen Widersprüchen für die eigene Anhängerschaft zu säubern. Dies konnte man auch vor kurzem wieder in der bekannten Tageszeitung „Junge Welt“ nachlesen. In der Ausgabe vom 17.08.2010 erschien eine Rückschau anlässlich des 125. Geburtsjahres von Kurt Hiller. Der JW-Autor Gerhard Wagner tut in diesem Fall, was ihm nützlich erscheint, um sein „antifaschistisches“ Weltbild zu retten. So berichtet Wagner von dem Lebenswerk Kurt Hillers, ohne aber dessen querfrontlerische Ambitionen auch nur mit einem Wort zu erwähnen. Siehe: http://www.jungewelt.de/2010/08-17/034.php
Gerhard Wagner beschäftigt sich ansonsten für die Junge Welt viel und gerne mit dem historischen Faschismus in Deutschland, aber auch mit der so genannten „Erinnerungskultur“ in der Bundesrepublik über den Zeitraum der Jahre 1933-1945. Was der „Antifaschist“ Wagner seinen Lesern verschweigt ist, dass nach seiner Faschismusdefinition Kurt Hiller mindestens als Bündnispartner der „Faschisten“ anzusehen wäre. Dabei dürfte es für Wagner freilich keine Rolle spielen, dass Hillers Kontakte zu „revolutionären Nationalsozialisten“ (Schwarze Front) und seine Gesprächsbereitschaft mit „Nationalbolschewisten“ damals freilich einen strikt antifaschistischen Hintergrund hatten. Der revolutionäre Nationalismus gilt Wagner und vielen anderen in der Redaktion der Jungen Welt als „faschistisch“. Dies hat natürlich nicht nur seinen Sinn darin, dass man versucht, das eigene Weltbild vor Widersprüchen zu retten. Es geht vor allem darum, der Leserschaft, der Jungen Welt zu verschweigen, dass es Berührungspunkte inhaltlicher Art zwischen Nationalrevolutionären und antikapitalistischen bzw. antiimperialistischen Linken gibt.
Dabei brauchen die Leser von Wagner sich eigentlich nur Wikipedias zu bedienen, um den weltanschaulichen Hintergrund Kurt Hillers von Wagners Antifaschismus-Dogma zu entwirren. So kann man dort Folgendes nachlesen: „Im Exil gründete er den Freiheitsbund Deutscher Sozialisten und die Gruppe Unabhängiger Deutscher Autoren. Außerdem gab er während seiner Zeit in Prag zusammen mit dem Nationalrevolutionär Otto Strasser die „Prager Erklärung“ heraus, ein Manifest gegen das faschistische Deutschland der Nazis.“ Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Hiller
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