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| Berlin 2009: Erster Mai – Wir waren dabei! |
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Auch auf Indymedia wurde es thematisiert: Am Klassenkampf-Block im Rahmen der Gewerkschaftsdemo am Vormittag des 1. Mai 2009 in Berlin beteiligte sich mit eigenem Transparent und Megaphon eine Gruppe von Linksnationalen und Nationalrevolutionären. Da wir offensichtlich für einigen Diskussionsbedarf sorgten, gestatten wir uns, eine Erklärung zu unserer Demonstrationsteilnahme abzugeben. Siehe: http://klassenkampfblock.blogsport.de/ http://de.indymedia.org/2009/05/249041.shtml Die Teilnahme verlief absolut unbehindert, streckenweise bildeten wir zusammen mit anderen GenossInnen sogar die Spitze des Demonstrationszuges. Unser Motto lautete dabei auf: „Eigentum in fremder Hand? Unsere Antwort: Klassenkampf! Deutschland enteignen!“ Sinn und Zweck des von der Revolutionären Perspektive Berlin, der DKP Berlin und der Gruppe Arbeiterpolitik organisierten Klassenkampfblocks war es, den sozialpartnerschaftlichen Tönen von großen Teilen der DGB-Funktionärselite den Gedanken des Klassenkampfes entgegenzusetzen und zugleich den im DGB aktiven sozialrevolutionären Kräften den Rücken im Kampf gegen den sozialdemokratischen Reformismus zu stärken. Diese Ziele wurden erfolgreich umgesetzt. Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft! Da auch wir den Klassenkampf- wie den revolutionären Gewerkschaftsgedanken rückhaltlos bejahen und uns für die Überführung der Produktionsmittel in die Hände der Werktätigen einsetzen, war uns die Teilnahme an dieser Demonstration eine Herzensangelegenheit und eine Selbstverständlichkeit. Hierbei lehnen wir auch die unselige Unterscheidung zwischen „gutem“ nationalem Kapital und „bösem“ internationalem (Finanz-) Kapital strikt ab. Wenn wir schreiben, dass die Produktionsmittel sich in „fremder“ Hand befinden, so ist damit die Tatsache gemeint, dass eine schmale Kapitalistenklasse das Eigentum an Produktionsmitteln kontrolliert,  sich am von den Massen erwirtschafteten Mehrwert fortlaufend bereichert und den Menschen zwingt, sich als abhängiger und entrechteter Lohnsklave oder Sozialleistungsempfänger zu prostituieren. Ob der Ausbeuter ein Privatkapitalist oder eine Aktiengesellschaft, ein Industrie- oder ein Finanzkonzern ist (oder der Staat selbst), ändert am Tatbestand des Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisses absolut nichts. Eine Änderung kann auch nicht vom Gedanken einer sozialpartnerschaftlichen Volksgemeinschaft ausgehen, die ebenfalls die kapitalistischen Abhängigkeits- und Produktionsverhältnisse nicht antastet. Auf den rechts-bürgerlichen Standortnationalismus der „Deutschland AG“ oder auf einen sozialreformerisch verbrämten „Nationalkapitalismus“ können wir verzichten. Der Hauptfeind steht im eigenen Land – es ist der deutsche Kapitalismus und Imperialismus! Die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise wie auch die Sozialabbau- und Ausbeutungsoffensive des Kapitals betreffen alle Menschen, und es gilt, ihnen geschlossenen und solidarischen Widerstand entgegenzusetzen – sowohl auf der Straße als auch in Betrieb, Schule oder Hochschule. Faschisten? Seitens der Veranstalter hieß es dann, sichtlich unangenehm berührt ob dieses Fauxpas, im Nachhinein, man werde künftig dafür Sorge tragen, „widerliche Querfrontler“ konsequent „von unseren Demos“ zu entfernen. Hier drängt sich dem Beobachter der Gedanke auf, dass es den Veranstaltern womöglich lieber gewesen wäre, wir wären, anstatt uns solidarisch und mit klassenkämpferischen Parolen einzubringen, mit Zaunlatten im Gepäck und platten Nazi-Slogans aufgetaucht. Die Welt wäre dann auch weiterhin so schön einfach und in bewährter Manier in „gut“ und „böse“ einteilbar gewesen. Ist sie aber nicht, schon lange nicht mehr. Und wir gedenken keinesfalls, solch abwegigen Erwartungen oder den abgedroschenen Schwarz-Weiß-Schemata der Antifa-Gehirnakrobatik zu entsprechen. Allenthalten führt man auf der Linken das Wort von einer solidarischen Gesellschaftsordnung im Munde. Angesichts einer solchen Einstellung drängt sich jedoch der Gedanke auf, dass diese „Klassensolidarität“ anscheinend nur für die Angehörigen des eigenen Polit-Ghettos gilt. So gesehen, sind viele Linke nicht sonderlich weit entfernt von der Bürgerkriegsmentalität der Epigonen einer biologisch und politisch exklusiven Volksgemeinschaft. Unsere Stichwortgeber sind wohl kaum Gottfried Feder oder Alfred Rosenberg, sondern vielmehr die Denkschulen des Rätekommunismus und Syndikalismus oder die linksnationalen Bewegungen Lateinamerikas. Dass zwischen uns und dem „rechten Mainstream“ erhebliche Differenzen bestehen, sollte selbst ein nur oberflächlicher Blick auf unsere politischen Standpunkte zeigen. Nationalismus ist nicht automatisch reaktionär Unseren Nationalismus definieren wir als sozialrevolutionär und fortschrittlich: Gerichtet gegen den deutschen wie internationalen Kapitalismus, gegen die soziale Ungerechtigkeit der in Deutschland bestehenden Gesellschaftsordnung und gegen die Entmündigung der Massen. Werte wie Toleranz, Hilfsbereitschaft, Solidarität, Selbstachtung, Courage etc. müssen wiederentdeckt werden. Durch eine lebendige Gegenkultur und gelebten Widerstand wird es uns möglich sein, von der kapitalistischen Ellenbogengesellschaft wegzukommen, um eine neue solidarische Gemeinschaft zu schaffen! Der Klassenkampf ist seinem Inhalt nach international, aber seiner Form nach national! Werfen wir einen Blick auf die zumeist von linken Bewegungen getragenen Befreiungskämpfe (=Zentrum-Peripherie-Auseinandersetzungen) auf dem Trikont, aber auch in Europa, so ist schnell zu erkennen, dass der Nationalismus nicht automatisch „bürgerlich“, „rechts“ oder „konservativ“ ist. Ganz im Gegenteil kann er durchaus der politischen wie gesellschaftlichen Befreiung dienen. In Lateinamerika, im Baskenland oder in Nordirland beispielsweise trägt der Nationalismus ein ausgesprochen linkes und fortschrittliches Gesicht. Dort ist also „das Volk“ der Träger des antikapitalistischen Widerstandes – warum soll es nicht auch in Deutschland so sein? Ebenso sind die meisten modernen Nationalstaaten aus revolutionären Prozessen hervorgegangen, entweder durch den Zerfall von Vielvölkerstaaten und Monarchien oder durch die Befreiung ehemaliger Kolonien. Eine Linke, die sich in einem als Antinationalismus falsch verstandenen Internationalismus oder in einer Verabsolutierung deutsch-linker, hedonistischer und individualistischer Befindlichkeiten („anti-identitär“) von diesen Auseinandersetzungen abkoppelt, überlässt einen wichtigen Politikbereich der rechten Reaktion. Während andernorts die Rechte auf Gewerkschaftskundgebungen provozierte, demonstrierten wir solidarisch mit linken GenossInnen. Mit ihrer Ausgrenzungsmentalität führen viele – wie die seit geraumer Zeit geführten innerlinken Diskussionen um das Thema „Nation“ zeigen, beileibe nicht alle – Linke ihre eigenen Äußerungen ad absurdum: Das ist nichts als Spaltung der antikapitalistischen und sozialrevolutionären Klassenfront gegen das bürgerliche Ausbeutungssystem. AUF DER STRASSE, IN DEN BETRIEBEN GEMEINSAM KÄMPFEN – GEMEINSAM SIEGEN !!! Sozialrevolutionäre Alternative Mitte Netzwerk Sozialistische Nation Redaktion Fahnenträger |
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